Geschichte

 

Entdeckung

 

Bevor sich die ersten Siedler in der Bucht von San Francisco niederließen, bevölkerten nur Indianer die Gegend. Der Stamm der Muwekma Ohlone existiert heute nicht mehr, er wurde bis ins 19. Jahrhundert hinein ausgerottet. Die eigentliche Entdeckung der Bucht von San Francisco ließ lange auf sich warten, durch den dichten Nebel, der in der Bucht herrschte, wurde sie schier übersehen. 200 Jahre lang beanspruchten Briten, Spanier und andere Europäer Orte der näheren Umgebung für sich, die Bucht wurde nie beachtet, geschweige denn entdeckt. Erst 1775 wurde der schwer zu findende Eingang zur Bucht gefunden. Don Gaspar de Portola, ein spanischer Soldat und der Franziskanermönch Junipero Serra waren 1769 in Kalifornien unterwegs, um zwei Missionsstationen und Forts zu errichten. Ein Navigationsfehler führte sie jedoch in die Bucht von San Francisco. Der Offizier Juan Bautista de Anza erfuhr von der Entdeckung und zog mit Siedlern, Vieh und Baumaterial von Mexiko auf die Halbinsel. In der Nähe wurde eine Mission errichtet, die Pater Junipero Serra in Gedenken an seinen Schutzheiligen "San Francisco de Asis" nannte.

 

Goldgräberzeit

 

In Folge des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges gelangte die Stadt in amerikanische Hände. Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Goldrausch in Kalifornien, die Bevölkerung wuchs innerhalb von nur einem Jahr von 1000 auf 25.000 Menschen an. Die Meerenge, die den Pazifik von der Bucht von San Francisco trennt, verdankt ihren Namen "Golden Gate" dieser Zeit.

 

Joshua Abraham Norton ernannte sich 1859 zum Kaiser von Amerika und Schutzherren von Mexiko. Er war 21 Jahre lang "an der Macht", wurde aber weder vom Kongress noch von der Armee ernst genommen, sondern wurde regelrecht ignoriert. Er wanderte in voller Montur durch San Francisco und ließ Geldscheine mit seinem Konterfei drucken. Er liegt heute in Colma, Kalifornien, auf seinem Grab ein Gedenkstein, der seinen vollständigen Titel trägt. Viele Edikte waren sinnlos und lächerlich, doch wurde er akzeptiert, fast schon stolz verehrt in San Francisco. Die wichtigste Entscheidung, die er traf, war, eine Brücke zwischen Oakland und San Francisco über die Bucht zu bauen. Er erlebte den Bau nicht mehr mit, doch steht diese Brück noch heute unter dem Namen "Oakland Bay Bridge".

 

Neuzeit

 

1906 kam es zu einem Erdbeben, dass bis heute in seiner Stärke noch nicht wieder erreicht wurde in San Francisco. Die umstürzenden Schornsteine und berstenden Gasleitungen führten zu einem Feuer, dass die Stadt zur Hälfte verwüstete. Der Aufbau vollzog sich überaus schnell, 1915 war die Stadt größer, schöner und imposanter als jemals zuvor. 1930 wurde die Golden Gate Bridge, das bis heute bestehende Wahrzeichen der Stadt, sowie die Oakland Bay Bridge fertig gestellt. Durch diese neuen Zugänge zur Stadt, wuchs die Bevölkerungszahl erneut stark an. Während des zweiten Weltkrieges war die Bucht von San Francisco Ausgangsbasis für die amerikanische Flotte im Pazifik, 1945 fand hier die Nachkriegskonferenz statt, hier wurde die Charta der Vereinten Nationen ins Leben gerufen.

 

In den sechziger Jahren entstand in San Francisco die Flower-Power-Bewegung. 1967 fand hier der so genannte "Summer of Love statt" - Tausende Jugendliche strömten aus allen Teilen der USA nach San Francisco, um an der Hippie-Bewegung teilzunehmen und mit 30.000 Menschen ein Konzert im Golden Gate Park zu hören. 1989 wurde die Stadt abermals von einem Erdbeben heimgesucht. Dank eines Baseballspiels saßen viele Menschen im Stadion oder vor den heimischen Fernsehern, so dass der Berufsverkehr und die Zahl der Opfer, die vor allem in ihm zu suchen waren, gering ausfielen. Heute gilt San Francisco als eine aufgeklärte, liberale und wahrscheinlich weltoffenste Stadt der gesamten USA.

 

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